Rhabarber hat wieder Saison. Das bedeutet bei uns ganz klar: Es wird eingekocht. Auch wenn wir wissen: Rhabarber ist nicht jedermanns Sache. Auch daran scheiden sich ja oft die Geister. Umso schöner sind dann genau die Rezepte, die überraschen. Dieses Jahr ist deshalb eine neue Kombination in den Vorratskeller eingezogen: Rhabarber, Erdbeeren, ein bisschen Pfefferminze und ein Schuss Gin. Wir mögen Rhabarber ja sowieso gern. Die Erdbeeren passen wie viele von euch wissen, sehr gut dazu. Die Pfefferminze bringt eine feine Frische mit rein, ganz unaufdringlich. Und der Gin? Der bleibt im Hintergrund, sorgt aber für diesen kleinen Twist, den man nicht sofort greifen kann, der aber überraschend gut passt. Und genau das mögen wir im Moment besonders gern: Rezepte, die ein bisschen aus der Reihe tanzen. So wie unser Selleriesalat. Dinge, bei denen man vielleicht erst zögert… und dann doch nochmal probiert. Zum Frühstück, zwischendurch oder wenn man etwas auf dem Tisch ...
Es gibt diese Gerichte, die man einmal ausprobiert und die dann ganz still und leise zu einem festen Bestandteil der eigenen Küche werden. Genau so ein Rezept ist dieser lauwarme Selleriesalat mit Miso-Senf-Dressing, Kapern und Maroni für uns geworden. Wir lieben ihn. Wirklich. Und noch erstaunlicher: Unsere Gäste lieben ihn auch. Selbst diejenigen, die sonst bei Sellerie eher skeptisch reagieren oder ihn konsequent vom Teller schieben, sind bisher jedes Mal begeistert gewesen. Vielleicht liegt es an der Art, wie der Sellerie hier zubereitet wird. Durch das langsame Garen im Ofen wird er unglaublich weich, leicht süßlich und verliert diese strenge, erdige Note, die viele abschreckt. Oder es ist das Dressing: diese besondere Kombination aus Miso und Senf, die gleichzeitig würzig, leicht salzig und wunderbar rund ist. Es umhüllt den Sellerie, ohne ihn zu überdecken, und bringt genau die richtige Balance ins Spiel. Und dann sind da noch die kleinen Extras....