Manchmal sind es nicht die großen Anschaffungen, die Gewissensbisse auslösen, sondern die ganz Kleinen.
In meinem Fall waren es drei Eierbecher!
Ich konnte diesem Kauf einfach nicht widerstehen.
Ich stand im Laden, wollte eigentlich etwas ganz anderes besorgen, und dann sah ich sie. Genau so, wie ich sie mir für einen schön gedeckten Tisch vorstelle.
Rational betrachtet gab es keinen Grund, sie mitzunehmen. Emotional allerdings schon. Für unser neues Jahresprojekt wünsche ich mir nämlich ebenfalls besonders schöne Eierbecher … kleine Details, die das Gesamtbild stimmig machen.
Und plötzlich fühlte sich der Kauf nicht mehr wie ein Impuls an, sondern wie eine Investition in eine Idee.
Zu Hause meldete sich dann die leise Stimme:
Brauche ich das wirklich?
Ich habe von der Serie, die dem Green Gate Porzellan sehr ähnlich ist doch schon einige Eierbecher.
Der neue Kauf war also kein Ersatz, sondern ein Zusatz. Und genau darin liegt mein innerer Konflikt. Ich bemühe mich um bewussteren Konsum, um Reduktion, um weniger „Dinge“. Und dann kaufe ich etwas, das ich objektiv betrachtet nicht unbedingt benötige.
Vielleicht habe ich nicht nur Eierbecher gekauft, sondern ein Gefühl.
Eine Vision davon, wie unser Jahresprojekt aussehen soll. Wie sorgfältig ausgewählte Details eine Atmosphäre schaffen.
Trotzdem bleibt die Frage: Ist Schönheit allein ein ausreichender Grund?
Wir leben in einer Zeit, in der Konsum immer auch moralisch aufgeladen ist. Nachhaltigkeit, Ressourcen, Verantwortung, all das schwingt mit, selbst bei drei kleinen Porzellanteilen.
Mein schlechtes Gewissen ist vielleicht weniger Anklage als vielmehr Erinnerung: Kauf nicht gedankenlos. Frag dich, warum.
Und wenn ich ehrlich bin, kenne ich die Antwort. Ich habe sie gekauft, weil sie mich angesprochen haben. Weil sie zu dem Bild passen, das ich für unser Projekt im Kopf habe. Weil ich Freude an Ästhetik habe. Nicht aus Langeweile, nicht aus Frust, sondern aus Begeisterung.
Es sind nur drei Eierbecher. Und doch erzählen sie eine kleine Geschichte darüber, wie eng Konsum, Identität und Anspruch an sich selbst miteinander verwoben sind.
Falls ihr jetzt neugierig geworden seid, was unser Jahresprojekt ist, dann müsst ihr euch leider noch gedulden. Es gibt noch nicht wirklich etwas zum vorzeigen.
Die nächsten Wochen wird es mit dem Projekt, vermutlich durch Termine und das winterliche Wetter, nicht vorangehen. Aber der Frühling kommt ja bald und die Vorfreude ist schon da.
Bis bald eure Jutta





Da bin ich ja gespannt auf Euer Jahresprojekt.
AntwortenLöschenHat es irgendwas mit Eurem Camper zu tun? Richtest Du ihn neu ein?
Oder gibt es eine klitzekleine Ferienwohnung, die neue Dinge braucht?
Mir gefallen die Eierbecher sehr gut, ich habe von GG dazu eine Tasse und Schüssel und mag sie sehr.
Ich überlege mir auch, davon große Teller zu beschaffen, denke dann allerdings, wir haben so viel Porzellan, das ist eigentlich überflüssig.
Dir einen schönen Sonntag, lieben Gruß
Nicole
Liebe Nicole, deine Gedanken gehen schon in die richtige Richtung ...
LöschenNeue Teller zu kaufen, war für mich auch kurz eine Überlegung. Doch ich habe soooooo extrem viele Teller und dabei viele Einzelstücke. Die meisten viel zu Schade zum wegwerfen. Die brauche ich jetzt erstmal im Jahresprojekt auf und dann, darf ich mir irgendwann wunderschöne neue Teller kaufen.
Wünsche dir ebenfalls einen sehr schönen Sonntag.
Das Gefühl kenne ich, liebe Jutta.
AntwortenLöschenEs ist bestimmt nicht verwerflich, sich hin und wieder selber eine kleine Freude zu bereiten.
Ich bin schon sehr auf euer Jahresprojekt gespannt.
Einen schönen Sonntag wünscht dir
Heike
Danke, liebe Heike.
LöschenNoch haben wir einiges an Arbeit vor uns ... aber etwas Neues entstehen zu lassen macht ja auch viel Spaß.
Servus Jutta, NEIN entschieden NEIN, ich lebe umweltbewusst und überdenke auch vieles aber übertreiben will ich es nicht. Gönne mir wenige Sachen die nicht nötig sind, aber dann ohne schlechtem Gewissen. Besonders Politiker aber auch andere predigen uns vor wie wir Menschen die ganze Welt kaputt machen, aber schaut euch einmal an was sie in viel größerem Umfang machen. Kriege, kurze und lange Flugreisen, Dienstautokonvois, edle Meetings in tollem Ambiente für einen Tag, .......
AntwortenLöschenDa reden wir über 3 Stück schöne Eierbecher?? Lasst euch nicht verrückt machen!
LG aus Wien und genießt euer Leben solange ihr gesund und munter sein dürft.
Liebe Frau Mayer,
Löschenist schon komisch, was man selbe manchmal für Gedankengänge hat.
Danke für deinen lieben Kommentar.
Herzliche Grüße
Jutta
Hallo Jutta,
AntwortenLöschenWenn die drei Eierbecher zu dir sagen "Nimm mich mit" , dann hast Du alles richtig gemacht.
Meine Freundin sammelt Eierbecher, aber nur Einzelstücke ;-) die Doppelten dürfen weiterziehen.
Ich glaube sie hat ca 200 Stück als Deko in einer Setzkastenwand, sieht toll aus, und sie ist sehr
glücklich über ihre Sammlung.
Ich war echt beeindruckt.
Sammler dieser entzückenden Becher werden liebevoll als „ Pocillovisten “ bezeichnet!
Belegt ist die Existenz von Eierbechern seit dem Römischen Reich. Ein Mosaik aus Antiochia von 40 v. Chr. zeigt eine Mahlzeit mit in Eierbechern stehenden Eiern und Eierlöffeln.
Ich bin gespannt über Dein neues Projekt.
Liebe Grüße von Conny
Oh ... Wahnsinn ... so viele Eierbecher.
LöschenIch bin (zum Glück) kein Sammler. Mir ist das alles zu viel Zeugs und ich bin froh, wenn alles relativ wenig ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich schwer von Dingen trennen kann.
Hallo Jutta,
AntwortenLöschennun bin ich aber gespannt auf das Jahresprojekt.
Die Eierbecher sind toll und ich werde mal nachsehen, ob es die hier auch gibt. Denn bis jetzt habe ich nur zwei aus Edelstahl für unser Frühstück zu zweit, was eigentlich auch ausreicht. Aber an Weihnachten, wenn die Kollegen kommen, dann gibt es immer noch welche aus Plastik, die schon ewig im Haushalt sind und auch gute Dienste tun - aber schön ist halt doch anders und da gehen meine Gedanken in Deine Richtung.
Liebe Grüße
Manu
Liebe Manu,
Löschenfreut mich, dass dir die Eierbecher gefallen.
Herzliche Grüße
Jutta
Ups, jetzt ist der Kommentar weg und ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich mit meinen Gedanken gerade bei der Kollegin war und Dich mit Ihrem Namen angeschrieben habe. Wenn ja, war das keine Absicht. Grrrr!
AntwortenLöschenHat alles geklappt ... war der richtige Name.
LöschenLiebe Jutta,
AntwortenLöschenich kann Dich gut verstehen, doch hin und wieder darf man auch mal unvernünfig sein. Sonst macht das Leben doch gar keinen Spaß! Ich bin schon sehr gespannt, wie Euer Jahresprojekt aussieht!
Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche!
Ulla
Hallo liebe Ulla,
Löschenwie schnell doch die Woche vorbei war und schwupps ist schon wieder Sonntag.
ach.. warum ein schlechtes Gewissen..
AntwortenLöschenman darf sich auch mal etwas gönnen
wenn sonst genügsam ist ;)
hübsch sind die kleinen Becher
liebe Grüße
Rosi
Danke liebe Rosi, ja ab und zu was gönnen finde ich auch Klasse.
AntwortenLöschenAber bei manchen Dingen muss ich echt überlegen, ob es auch wirklich sinnvoll ist.