Diese Woche habe ich die ersten Schneeglöckchen vor der Haustür entdeckt.
Ganz zart haben sie ihre weißen Köpfchen durch die kalte Erde geschoben, als wollten sie vorsichtig anklopfen und fragen: „Dürfen wir schon?“ Für mich sind sie jedes Jahr das erste, leise Versprechen:
Der Frühling ist nicht mehr weit.
Noch sind sie mir allerdings zu schade zum Ausgraben und ins Haus holen. Sie dürfen draußen bleiben, wo sie hingehören, im feuchten Boden, zwischen alten Blättern, im noch winterlichen Licht. Ich mag diesen Gedanken, dass sie sich ihren Platz selbst gesucht haben und dort am schönsten wirken. Manche Dinge entfalten ihre ganze Kraft eben genau da, wo sie gewachsen sind.
Und doch haben sie einen kleinen Flashback in mir ausgelöst.
Ich habe ein paar Fotos vom März 2019 herausgesucht, aus unserer damaligen Küche. Auf den Bildern stehen Schneeglöckchen in einem alten Weckglas auf dem Tisch. Das Licht fällt weich durchs Fenster, draußen war es vermutlich noch genauso kühl wie jetzt. Unsere Küche war größer als heute.
Es ist erstaunlich, wie Blumen Erinnerungen konservieren können. Beim Anblick der Fotos war ich sofort wieder dort: der Geruch von Kaffee in der Luft, das leise Klappern von Geschirr, Musik im Hintergrund. Ein ganz gewöhnlicher Tag, und doch fühlt er sich im Rückblick besonders an.
Frühling ist eben nicht nur eine Jahreszeit. Er ist auch ein Gefühl. Ein Innehalten zwischen „Noch nicht“ und „Bald“. Zwischen Winter und Neubeginn.
Und während draußen die Schneeglöckchen weiter tapfer dem kalten Wind trotzen, freue ich mich auf alles, was kommt. Noch lasse ich sie stehen. Noch dürfen sie draußen den Anfang machen.
Aber ich weiß: Bald wird auch drinnen wieder ein kleiner Strauß stehen – als Zeichen dafür, dass alles von vorne beginnt.
Bis bald eure Jutta





Guten Morgen leibe Jutta,
AntwortenLöschenja, Schneeglöckchen sind der erste Hinweis auf den Frühling.
Sobald sie im Vorgarten blühen, weiß ich, es geht aufwärts.
Mal schauen, ob ein paar in eine kleine Vase ziehen dürfen, noch sind es nicht so viele, da würde jeder fehlende Stängel auffallen.
Dir einen schönen Sonntag, lieben Gruß
Nicole
Danke für deinen lieben Gruß, liebe Nicole.
LöschenNoch lasse ich auch alle draußen stehen, so halten sie eindeutig länger.
Hallo Jutta,
AntwortenLöschenmanchmal denke ich, wenn ich Schneeglöckchen sehe, sofort an das Lied Schneeglöckchen im Februar, Goldregen im Mai .... von Heintje 🙂.
L.G.
Hannelore
Oh ... jetzt habe ich auch einen Ohrwurm ;-)
LöschenIch war früher großer Heintje-Fan
Liebe Jutta,
AntwortenLöschenich mag sie auch sehr gerne, diese kleinen Vorboten des Frühlings. So langsam strecken sie ihre Köpfchen aus der Erde und wetteifern mit den Winterlingen. Es wird Zeit, dass der Regen nachlässt und ich das Laub dazwischen entfernen kann.
Liebe Grüße und einen guten Wochenstart wünscht Dir
Burgi
Da warte ich auf darauf, liebe Burgi und darauf, dass ich die Hortensien zurückschneide, die ich letztes Jahr eingepflanzt habe. Bin gespannt ob die sich wohlgefühlt haben und wieder kommen.
LöschenHallo Jutta,
AntwortenLöschenJa der Frühling ist nicht mehr weit, und die Schneeglöckchen zeigen uns an, der Winter ist langsam vorbei.
Der gefrorene Boden macht ihnen nichts aus, nur mit dem Ausgraben wird es dann schwierig.
Vor Jahren war hier ein Baugrundstück übersät mit Schneeglöckchen, ich hatte mir fest vorgenommen
einen Rettungseinsatz zu starten, doch die Dinger saßen bombenfest in der Erde.
Und dann war der Bagger schneller.... :-( da war dann nichts mehr zu retten.
Hier gucken die gelben Winterlinge auch schon aus der Erde.
Liebe Grüße von Conny
Liebe Conny, das ist echt schade mit dem Baugrundstück gewesen.
LöschenIch habe da allerdings auch so meine Hemmungen einfach wo was auszugraben.
Ja liebe Jutta, die Schneeglöckchen zeigen es dass sich da was tut unter der Erde während wir oben immer noch den Winter sehen. Aber auch Frau Meier hat es im Gefühl dass es Frühling wird. Sie schläft im Winter immer in einer Heukiste im Waschkeller bei Mama aber da wollten wir sie am Ende auch nicht alleine zurücklassen deshalb habe ich sie hier zu mir mitgenommen aber mein Waschkeller ist nicht so kühl wie bei Mama, deshalb denken wir dass sie nicht so tief und lang geschlafen hat...
AntwortenLöschenHerzliche Grüße
Kerstin und Helga mit Frau Meier
Liebe Kerstin,
Löschenwie geht es denn Helga damit, dass Frau Meier jetzt bei euch eingezogen ist. Sicherlich ist sie froh und etwas wehmütig zugleich.
Frau Meier wird es sicherlich super bei dir gehen, vor allem wenn der Frühling wirklich jetzt dann bald kommt.
hach ja..
AntwortenLöschendie kleinen Frühlingsboten
hier haben sie auch schon ihr Blüten ausgebreitet
Einterlinge wollen bei mir leider nicht
und Krokusse sind auch noch nicht wie schon bei manchen ;)
gestern hatten wir sogar noch einemal kurz Schnee...
schön wie sie Erinnerungen auslösen
liebe Grüße
Rosi
Oh .... Krokusse habe ich auch noch keine gesehen, liebe Rosi.
LöschenBei uns kommt immer wieder Schnee, auch wenn er inzwischen doch sehr schnell wegtaut. Würde mich sehr freuen, wenn der Frühling sich langsam zeigt.
Liebe Jutta,
AntwortenLöschendeine Schneeglöckchen-Philosophie hat mich beim Lesen auf eine seltsame Zeitreise mitgenommen. Während du die kleinen Tapferen draußen stehen lässt, wo sie hingehören, ärgere ich mich immer wieder über Mitmenschen, die sie einfach am Straßenrand pflücken und mitnehmen.
Dein „Noch nicht" und „Bald" beschreibt übrigens perfekt diesen merkwürdigen Schwebezustand, in dem wir uns gerade alle befinden. Der Februar ist sowieso dieser seltsame Monat, der nicht weiß, ob er Winter oder Frühling spielen soll.
Herzliche Grüße aus einer Welt, in der die Schneeglöckchen noch auf sich warten lassen,
Ron