Der Unterschied ob du 25zig und 50zig Jahre alt bist



Der Post heute ist sehr persönlich aus meiner Sichtweise geschrieben.
Er muss auf dich nicht zutreffen, kann es aber!

Neulich telefonierte ich mit meiner Freundin die 7 Jahre älter ist als ich.
Wir redeten über dies und das und ich erzählte, dass ich gerade Urlaub habe um die Weihnachtsvorbereitungen in Ruhe erledigen zu können. Im vergangenen Jahren habe ich festgestellt, dass ich das nicht mehr neben meinem Vollzeitjob schaffe.
Gerade beim Plätzchen backen schaffe ich noch relaxed den Teig herzustellen, doch danach fängt der Stress an. 
Ich merke wie der Blutdruck mit jedem geformten Vanillekipferl steigt.
Ich werde immer nervöser.

Genau an dieser Stelle des Gesprächs sagt meine Freundin „Willkommen im Club, dass geht mir schon lange so, du wirst halt auch älter“.





Noch Tage nach dem Telefonat beschäftigt mich der Inhalt diese Gesprächs.
Denn im Urlaub und habe mir Termine mit dem Elektriker und Maler gelegt, hatte eine Liste mit Besorgungen, wollte Plätzchen backen, ein Möbelstück streichen, Geschenke herstellen und einiges vorgenommen.
Am Montagabend war ich platt und hatte erst vier Dinge der "Bucket List" geschafft!
Und am Dienstag war ich richtig frustriert.

Wie kann das sein?
Warum dauert alles so lange und warum geht nichts richtig voran?
Liegt es wirklich am Alter?

  • Früher hatte ich eine Idee und habe es gleich gemacht. Hatte ja mehr Zeit, da ich da nur Teilzeit gearbeitet habe. Heute bin ich im Alltag zu müde. Also erledige ich diese angesammelten Dinge am Wochenende oder wie aktuell im Urlaub.
  • Die Ideen sind einfach zu viele! Zuerst habe ich nur einen Adventskalender für unseren Sohn erstellt. Irgendwann habe ich für meine Mutter auch einen besorgt, für den alleinstehenden Onkel … und so wurden es tatsächlich immer mehr.
    Dabei habe ich oft mehrere Dinge, an denen ich gleichzeitig arbeite.
    Kein Wunder, dass es gefühlt dann ewig dauert bis etwas fertig ist.
  • Früher waren die eigenen Eltern noch „fit“ dass sie ihre eigenen Dinge erledigen konnten. Heute übernehmen wir einen Teil ihrer Aufgaben. Sie trauen sich zum Beispiel nicht mehr die 500 km zu den Geschwistern zu fahren, also übernehmen wir diese Besuche. Aber es fängst auch schon bei kleineren Autofahrten hier an. Sie trauen sich nicht mehr unbekannte Strecken zu fahren, also übernimmt mein Mann den Fahrdienst. 

Ihr merkt schon … der Stress ist teilweise selbstgemacht, weil ich das "Früher so gemacht habe - will ich es jetzt so weiter machen.
Das klappt nicht, denn es sind neue Aufgaben dazu gekommen.
Doch wo fange ich an kürzer zu treten?





Adventskalender und unser Adventskranz werden mit Liebe fertig gekauft.
Alle bekommen nach Möglichkeit das gleiche Geschenk.
In unserem Fall ist das ein Fotokalender für alle Eltern, Tanten und Onkel.
Dazu gibt es dann noch ein kleines Gekauftes individuelles Geschenk.

Tja … und die Plätzchen wurden teilweise gestrichen.
Habe ich früher oft locker das doppelte Rezept gebacken, gibt es jetzt nur noch ein halber Rezept.
Dazu kaufe ich einfach ein paar Zimtsterne und Lebkuchen.
Bei den von der Familie geliebten Pfefferkuchen - HIER IST DAS REZEPT - hilft mir mein Mann.
Überhaupt ist es ein super Tipp, manche Dinge einfach zu zweit zu machen.
Denn wenn man nebenher nette Gespräche führt, klappt die Arbeit oft ganz nebenbei. 





Meine Woche Urlaub war dann übrigens doch noch KLASSE. Ich habe ab Mittwoch lange Spaziergänge mit netten Menschen eingeplant. Die Bewegung in der Natur gibt mir ungeheuer viel Kraft. Ich konnte einiges erledigen und endlich wieder mal einen Post für euch schreiben.

Zum Schluss noch mein Fazit:
Es ist nicht wirklich das Alter, es ist eher die eigene Erwartungshaltung.
Wir müssen Lernen richtig mit den eigenen Ressourcen umzugehen.
Dazu braucht man dem Mut nicht alles perfekt zu machen.



Soooo ... jetzt bin ich auf eure Kommentare gespannt.
Wie geht es euch?

Lasst euch nicht stressen ...
Eure Jutta

Kommentare

  1. Ja, liebe Jutta, da hast du wahrscheinlich Recht. Vieles liegt an der eigenen Erwartungshaltung. Aber ich denke auch, daß altersbedingt einiges einfach nicht mehr so klappt wie mit 20, 30 oder 40. Ich sehe das an meiner jungen Arbeitskollegin, die einen Berg an Arbeit wegwuppt, das würde ich so nicht mehr schaffen. Oder nimmt man die eigenen Leistungen einfach nur nicht mehr so wahr? Ich kenne auch diese Listen an Aufgaben, die ich gerne erledigen muß oder möchte und irgendwie bekommt man nur einen Bruchteil erledigt. Aber ist wirklich die eigene Leistung ungenügend oder sind die Ansprüche (ob selbst gemacht oder von anderen herangetragen) einfach zu hoch? Eines ist mal klar: Das Internet ist ein bitterböser Zeiträuber. Stundenlang hängt man irgendwo fest - sei es in einem Shop, auf interessanten Informationsseiten oder bei Instagram, Facebook und so weiter. Das hatten wir in unseren jungen Jahren nicht, liebe Jutta. Vielleicht ist auch das einer der Faktoren, die einen an der Erledigung von Aufgaben scheitern läßt...
    Liebe Grüße vom HirschEngelchen
    Anka

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    1. Liebe Anka,
      das Internet ist wirklich ein "Zeiträuber" da stimme ich dir zu. So schön es ist sich hinzusetzten und durch die Fotos zu scrollen, doch die Zeit verfliegt dabei total schnell.
      Auch ich habe eine jüngere Kollegin die super schnell ist. Oft muss ich darüber staunen und denke "Wie macht die das nur?".
      Aber dann sehe ich mir meinen Aufgabenbereich, mein Team und die Vorrausetzungen an und merke, dass ich das doch nicht so vergleichen kann und will.
      Ehe gehöre ich zu denjenigen, die die eigene Leistung immer kritisch hinterfragen - da sind eindeutig die Ansprüche an mich zu hoch.
      Meinem Team gegenüber bin ich da viel milder eingestellt.
      Jedenfalls glaube ich, dass jedes Alter seine guten Seiten hat ... und so schlecht ist es wirklich nicht mit Ü50.

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  2. bin echt froh, dass du die kurve noch gekriegt hast!!
    :-D
    meine mutter - voll berufstätig, war ja DDR - hat immer am 24.dez. vormittags die bude auf hochglanz gebracht. zusätzlich den baum geschmückt, das essen für den mittag und abend gekocht, die gans im rohr (für den 1.feiertag) beaufsichtig - ach und ein festliches kaffeetrinken gabs an dem tag auch noch. ausserdem musste sie sich ja auch noch aufwendig "schick" machen....... das ergebnis war eine völlig hysterische frau, die ihre kinder wg. nix angemotzt hat und den rest des abend nurnoch halbtot in der sofaecke hockte.
    DAS war mir eine frühe lehre.
    xx

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    1. :-) --- ich bin auch froh, dass ich die paar Tage dann noch genießen konnte.
      Für nächstes Jahr habe ich mir vorgenommen, wieder so eine Woche "Vorweihnachtliche Organisation und Einstimmung" zu gönnen.
      Das nimmt mir den Druck raus.
      Getrost genieße ich jetzt die 4 Adventswochen bis zum Heiligabend. Denn soll das nicht eine ruhige und besinnliche Zeit für alle sein?

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  3. Hach genau - und ja die eigenen Erwartungen. Heute ist der 1. Advent ich habe noch nix. Waren übers Wochenende weg -aber als wir vorhin nach Hause kamen hat unser Sohnemann in mein Gestell 4 Kerzen rein, Tannenzweige und Tannenzapfen rein. Passt. Bleibt so.

    Die Gespräche hatten wir die letzten Wochen auf Arbeit auch meine Kollegin und ich. Wenn wir so 55 und 58 die jungen sehen, ja da fragen wir uns schon manchmal und schauen uns an und sagen jupp ist wohl doch das Alter. Und dann wieder ne wir können schon was.

    Ich hab nächste Woche frei und werd hier bei mir noch einiges optimieren von wegen einfacher und weniger.

    Ich hab übrigens gerade mal drei Sorten gebacken und wenn die aus dann gibts die wieder. Vanillekipferl, Zimtsterne und Ausstecher mit Glasur und Walnuss drauf. Die essen alle kann man vegan und Erdmandelflocken machen und normal.

    Und ein frisch gebackenes Brot mit Butter und ein Stück Käse und ne Tasse Tee ist auch genug.

    Lass dich nicht stressen und du hast es richtig gemacht mit den Spaziergängen. Und mit dem Rest auch. Aber ich weiß was du meinst, da kommt dann schon ins strudeln, wenn man alles machen will und das Wochenende einfach zu kurz für alles ist weil man ja einen Job hat.

    LG
    Ursula
    PS: Geruhsamen 1. Advent

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    1. Liebe Ursula,
      vielleicht ist es auch so, dass wir auf die 60zig zugehen? Neulich sagte ich das zu meiner Mutter, die dann tatsächlich auch ins Nachdenken kam. Sie sieht mich ja irgendwie immer noch als ihr Kind!
      So eine Woche in der Adventszeit finde ich KLASSE.
      Viele meiner Kolleginnen wollen die letzten Tage vor Heiligabend frei nehmen.
      Das finde ich fast zu spät ... wenn da nicht alles wie am Riemchen läuft, ist der Stress vorprogrammiert.
      Ich überlege sogar, ob ich nächstes Jahr nicht noch eine Woche früher frei nehme, dann habe ich noch eine weitere Woche vor der Adventszeit als Puffer.

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    2. Natürlich wünsche ich euch allen von Herzen einen friedvollen 1. Advent

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  4. Da bin ich beruhigt, dass es nicht nur mir so geht. Nun könnte ich alles auf das Alter schieben, aber ich kenne mich ja schon ein paar Jahre und weiß, wie ich ticke. Ich habe auch mit allem etwas zurückgedreht. Plätzchen backe ich nur wenige, die Deko heißt bei mir "weniger ist mehr" und noch so ein paar Dinge. Man muss ja nicht alles so machen wie die anderen. Du machst das genau richtig.
    Liebe Grüße
    Gudrun

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  5. Liebe Jutta, ganz genau, unser eigene Erwartungshaltung treibt uns in die Enge, wir sind eben keine 25 mehr . Ich bin jetzt 61 und habe inzwischen gelernt, etwas kürzer zu treten. Wobei, die kleinen Weihnachtsgeschenke brennen mir noch unter den Nägeln. Fotokalender hatten wir letztes Jahr, das muss ich mir was Neues ausdenken ;-)
    LG und eine schöne Adventszeit mit Besinnlichkeit und ohne Hetze, Karen

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    1. Liebe Karen,
      beim Fotokalender haben wir so ein tolles Feedback bekommen - das wird zum Glück von uns inzwischen erwartet.
      Ich bin da ganz dankbar darüber.
      Während des Jahres speichere ich die Fotos in einem Ordner mit dem Monatsnamen. So muss
      ich am Schluss nur noch die Seite gestalten ...
      Wünsche auch dir von herzen eine schöne Adventszeit.

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  6. Wie wahr…geht vermutlich vielen ab 40 so. Hab grad dieses Wochenende wieder soviel gemacht und geschafft, um Abends dann völligst platt zu sein. Nicht, weil man das von mir verlangt- ICH SELBER verlange das von mir 🤦🏼‍♀️ und es wäre ja gar nicht so schwer, sich hin-und-wieder das Leben einfacher zu machen. Aber wenn man in diesem Hamsterrad drinnen ist, kann man dem nur schwer Entfliehen. Gut, dass du das für dich geschafft hast, liebe Jutta. Ich arbeite daran, dass mir das auch gelingt :-)
    Ganz liebe Grüße, Renate (Gutes für Leib & Seele)

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    1. Liebe Renate,
      du bist noch jung ... und ich weiß wie geschmackvoll schon du alles machst.
      Pass gut auf dich auf - so ein Hamsterrad auf Dauer ist nicht gesund!
      Sehr herzliche Grüße nach Österreich an dich

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