Warum man beruflich nicht gleich aufgeben soll

#Werbung für den Beruf der Erzieherin und 
den Mut sich auf eine neue Stelle einzulassen.
Außerdem empfehle ich euch das Buch 
„Rosies wunderbarer Blumenladen“, von Ali McNamara.

Schon als Kind im Kindergarten wusste ich, dass ich Erzieherin werden möchte.
Über 30 Jahre habe ich Berufserfahrung im Kinderheim, im Hort und im Kindergarten gesammelt.

Als junge Pädagogin fand ich es toll im Heim zu arbeiten.
Zugegeben … das war schon manchmal hart.
Einmal war so ein Personalmangel, dass ich eine Woche alleine Dienst geschoben habe!
Frei hatte ich am Vormittag, wenn meine 12 Kinder im Kindergarten oder in der Schule waren.
Geschlafen habe ich im Büro der Wohngruppe.
Im Nachhinein bin ich stolz auf das was ich da sieben Jahre geleistet habe.

Irgendwann wollte ich aber selber eine Familie und geregelte Arbeitszeiten.
Das war der Beginn bei der Landeshauptstadt München.
Ich kam in eine super Einrichtung und fing gleich als Stellvertretende Leitung, im Hort an.
Meine Kollegin Emilija, war die beste Kollegin die ich mir je denken konnte.
Aber auch viele andere Kolleginnen sind mir bis heute wichtig.





Nachdem mein Sohn auf der Welt war, wollte ich nicht mehr den weiten Fahrweg von einer Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf mich nehmen.
Schweren Herzens wechselte ich als Leitung in einen kleinen Kindergarten.
Der Anfang dort war unglaublich schwer!!!

Aber ich hatte Glück und bekam im Laufe der Zeit tolle Kolleginnen.
Im Januar 2017 eröffneten wir gemeinsam ein Haus für Kinder, im Münchner Westen.
Wieder war der Anfang unglaublich schwer!!!

Doch nun nach zwei Jahren sind wir unglaublich stolz auf das was wir geschaffen haben.
Wir bekommen von den Eltern sehr gutes wertschätzendes Feedback.
Unsere Kinder sind uns wichtig und wir freuen uns über jedes strahlende Kindergesicht.
Wir sind ein super Team
Warum ich heute so etwas persönliches schreibe?



Ich habe das Buch „Rosies wunderbarer Blumenladen gelesen“.
Hier ist die Kurze Inhaltsangabe:

Als Poppy den Blumenladen ihrer Großmutter Rosie im malerischen Küstenstädtchen St. Felix in Cornwall erbt, ist sie alles andere als begeistert. Im Gegensatz zum Rest ihrer Floristen-Familie möchte Poppy weder mit Blumen noch mit St. Felix etwas zu tun haben – denn mit beidem verbindet sie traurige Erinnerungen. Doch den letzten Wunsch ihrer geliebten Großmutter zu ignorieren, bringt sie einfach nicht übers Herz. Und als die Renovierung des alten Ladens ihr unverhofft nicht nur gute Freunde, sondern auch eine neue Liebe beschert, fragt Poppy sich, ob Rosies wunderbarer Blumenladen tatsächlich die Kraft besitzt, Wunden zu heilen.

Viele schöne Lesestunden habe ich mit diesem Buch HIER aus dem GOLDMANN Verlag verbracht.
Neugierig wollte ich wissen, was es mit Rosies traurigen Erinnerungen auf sich hat.
Ein Buch das aufzeigt, dass man sich auf seine neue Tätigkeit einlassen muss,
um sie besser zu verstehen.
Wie das Buch zeigt, erweitert man so seinen Horizont und wunderbare neue Möglichkeiten bieten sich dann.
Ein Buch das Mut macht.

Und eine Geschichte die mir aus dem Herzen spricht.
Das Arbeitsleben ist nicht immer leicht und doch bietet es mir viele wichtige Erfahrungen, an denen ich wachsen kann.
Selbstreflektion und von meinem Arbeitgeber bezahlte Supervisionsstunden, helfen mir über so manche Hürden.


Von meinem verdienten Geld, gönne ich mir gerne ein paar schöne Blumen.
Auf den heutigen Fotos seht ihr Muscari (Traubenhyazinthen) das kleine Töpfchen mit den Blumenzwiebeln hat im Supermarkt 1,99 Euro gekostet.
In einer kleinen Müslischalte kommen sie mit den Papierfähnchen gut zur Geltung.
Die Idee stammt aus der Januarausgabe der Zeitschrift LIVING AT HOME.
Natürlich werden die Zwiebeln nach dem Blühen im Garten eingepflanzt. 
Dort können sie mich noch viele Jahre erfreuen.

Ich melde mich wieder am nächsten Sonntag
herzliche Grüße,
Bis bald
eure Jutta

Kommentare

  1. Liebe Jutta!
    Was für ein toller Post! Du hast recht, man muss sich immer wieder auf neue Lebensituationen einlassen, ob beruflich oder privat! Beruflich habe ich es gerade mal wieder hinter mir und ich finde man wächst an solchen Herausforderungen! Nicht immer einfach und doch wichtig, damit man aktiv im Leben bleibt und es nicht langweilig wird! Meine Kinder hätte ich sofort in Deinem Kindergarten angemeldet, denn ich kann mir vorstellen, dass Du mit Leib und Seele Erzieherin bist! Danke für den tollen Buchtipp! Ich habe mein Buch gerade ausgelesen und dann werde ich mal schauen, ob das Buch als E-Book gibt. Ich wünsche Dir einen schönen gemütlichen Sonntag! Tolle Dekoidee übrigens!!! Viele liebe Grüße
    Ulla

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    1. Liebe Ulla,

      das Buch gibt es als E-Book, denn ich lese meine Romane auch nur noch so.
      Ich mag meinen Beruf wirklich sehr ...
      Auch wenn man sich dort leicht Krankheiten einfängt.
      Liege seit Sonntag mit einer fiesen Magen-Darm-Geschichte flach.

      Ich schicke dir herzliche Grüße
      Jutta

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  2. Liebe Jutta,
    ich finde es einfach klasse, wenn man in seinem Beruf aufgeht und nicht jeder Tag eine Qual und Plage ist.
    Ich finde es so schade, dass gerade auch zu mir so viele sagen: "Das könnt ich nicht." Pädagogische Berufe sind wirklich täglich eine Herausforderung, Lob nicht immer selbstverständlich, doch für mich einfach ein Traumberuf.
    Warum hat nur unsere Gesellschaft das Gefühl, das Großwerden so wenig miterleben zu wollen???
    Dein Buch klingt toll - ich hab grad noch einen größeren Stapel, aber ich werde es mir notieren.
    Und jetzt geh ich die Living-at-home gucken, was ich da Schönes überlesen habe ??? dann kriegt mein Arrangement auch noch ein Fähnchen :O)))
    So liebe Sonntagsgrüße
    schickt dir
    Gabi

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    1. Liebe Gabi,

      ich weiß genau was du meinst mit dem überlesen ...
      Zur Zeit kaufe ich nur noch wenige Zeitschriften, da ich oft einfach nur schnell durchgeblättert habe.
      Lieber lasse ich mir jetzt Zeit und schaue öfters in Ruhe die Zeitschrift an.
      Die aktuelle LIVING AT HOME habe ich mir dieses mal nicht gekauft.
      Das spart den Geldbeutel.
      Die Freude auf die nächste Ausgabe ist dann umso größer.

      Unsere Gesellschaft ist meines Erachtens sehr geprägt vom "Haben".
      Die Angst sozial schwach zu sein, lässt uns in jungen Jahren fleißig arbeiten.
      Besitz muss geschaffen werden, für schlechte Zeiten.

      Leider ist das die Phase wo oft die Kinder auf die Welt kommen.
      Für die Frauen ist das ein sehr schwerer Spagat.
      "Gute Mutter, perfekte Hausfrau, tolle Ehefrau und dazu noch im Beruf erfolgreich."
      Was für ein hoher Anspruch.

      Ich erlebe das immer mehr so:

      Die Kinder gehen 5 Tage mit so langen Buchungszeiten wir möglich in die Kita.
      Die Frauen arbeiten 4 Tage.
      Den fünften Tag bleiben sie zuhause um den Haushalt perfekt zu machen.
      Kinder erleben kaum noch, was ein Staubsauger ist oder das in einem Haushalt Fenster geputzt werden müssen ...

      Ich rede mich da leicht, weil ich zuerst genau das Gleiche gemacht habe!
      Aber schon bei der Geburt meines Sohnes war mir klar, jetzt ist anderes wichtiger.
      Ich bin über drei Jahre zuhause geblieben.
      Habe auch Teilzeit gearbeitet, aber nur 14,5 Stunden - ohne Kariere!
      Einfach nur um etwas Geld dazu zu verdienen.

      Schade, dass viele auf ihr Gehalt finanziell angewiesen sind.
      Es ist Zeit, dass endlich die Menschen mehr verdienen.
      Gerade alle die, die für den Menschen arbeiten,
      wie z.B. die Lehrer, die Krankenschwestern, die Polizisten, die Friseure, die Pädagogen, usw ...

      Doch was habe ich heute in den Nachrichten gelesen ...
      Es sind zu wenig Steuereinnahmen ...
      Es muss wieder gespart werden ...

      Ja bitte ... lasst endlich alle Firmen ihre Steuern zahlen und die Top-Manager nicht immer reicher werden!!!

      So ... dass war jetzt aber eine lange Antwort.
      Ich lege mich mal wieder hin und knabbere an meinen ersten Salzstangen.

      Herzliche Grüße
      Jutta

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  3. Liebe Jutta,

    ich freue mich, daß du immer wieder für dich erfüllende und wertgeschätzte berufliche Aufgaben gefunden hast. Ich finde es toll, daß es Menschen gibt, die ihren Beruf als "Berufung" verstehen. Leider ist das nicht jedem vergönnt. Auch mein Berufsweg ist nicht gerade verlaufen und ich mußte ein ums andere Mal neu anfangen. Was an sich nicht schlimm ist, man bleibt flexibel. Eigentlich mache ich meinen Job auch ganz gerne, ich darf auch sagen, ich bin gut darin (kaufmännische Tätigkeit). Jedoch habe ich bisher allzu oft erleben müssen, daß ich nicht angemessen bezahlt wurde, von mir "Flat-Rate-Arbeiten" erwartet wurde (ich nenne das so, Überstunden leisten ohne Bezahlung, wir reden hier nicht von einem hochbezahlten Managerjob, sondern teilweise mußte ich noch nebenher kellnern gehen, um meinen Lebensunterhalt sicherzustellen). Und von Wertschätzung brauchen wir mal gar nicht erst anzufangen. Meinen letzten Job habe ich u.a. auch deswegen gekündigt. Momentan überlege ich noch, wohin mich die Reise führen soll. Mitarbeiter fair zu behandeln ist anscheinend vollkommen aus der Mode gekommen. Und auch wenn nicht jeder Job ein Traumjob sein muß, manchmal reicht es ja auch, wenn er schlicht die Brötchen sichert. Aber ich möchte nicht ausgebeutet und mit Respekt behandelt werden. Schwierig, so einen Arbeitgeber zu finden... :-(

    Um so mehr freut es mich immer von Menschen zu hören, denen es besser geht, die Erfüllung in ihrer Tätigkeit finden und auch von ihren Arbeitgebern anständig behandelt werden. Es hilft, die Hoffnung nicht aufzugeben. Mein Glückwunsch an dich!

    Herzliche Grüße
    Anka

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    1. Liebe Anka,

      dein Kommentar trifft mich genau im Herzen.
      Es ist wirklich unglaublich wie Menschen mit anderen Menschen umgehen.
      Natürlich ist es auch in meinem Arbeitsbereich schwierig um mit einem Kinderpflege-Gehalt in München leben zu können.
      Darum ist mir der wertschätzende Umgang so wichtig.
      Denn wenn schon das Geld nicht reicht, dann sollte doch zu mindestens das Arbeitsklima stimmen.

      Das Thema "Überstunden" finde ich schwierig.
      Ich erwarte von meinem Team, dass sie flexibel sind.
      Dabei habe ich eine Abfrage gemacht, wer im Notfall leichter früher anfangen bzw. später da bleiben kann.
      Überstunden werden immer in Gleitzeit angerechnet.
      Schwieriger ist es da, wenn Kolleginnen sich auf die Arbeit vorbereiten.
      Früher gab es bei uns "Verfügungszeit", die festgelegt war.
      Die gibt es aus vielerlei Gründen kaum noch.
      Ich selber und mein Team machen das oft aus Engagement "mal schnell" in der Freizeit.
      Meine Aufgabe ist es als Leitung der Kita zu schauen, dass das möglichst kaum vorkommt.

      Oft sehen wir pädagogischen Mitarbeiter uns von allen Seiten immer mehr eingespannt, um das hier mal vorsichtig auszudrücken.
      Aber wie du schreibst, ist das in vielen anderen Bereichen auch nicht besser.

      Lass den Kopf nicht hängen.
      Ich drücke dir die Daumen, dass du eine Arbeit findest, in der du geschätzt wirst und auch dementsprechend bezahlt wirst.

      Herzliche Grüße
      Jutta

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    2. Ach, liebe Jutta, vielen Dank fürs Däumchen drücken! Vielleicht habe ich beim nächsten Mal ja mehr Glück. :-)
      Was ich mit den Überstunden meinte: Selbstverständlich sollte man bei Not am Mann (z.B. Krankheitsausfall) oder wenn ein Projekt im Termin "klemmt" auch mal mehr machen. Und wenn es nur "mal" ist, kein Ding. Ich bin weder faul noch lahmarschig. Leider wird diese Bereitschaft dahingehend mißbraucht, daß es zur Regel wird. Das reguläre Arbeitspensum muß eigentlich so geplant sein, daß es innerhalb der normalen Arbeitszeit schaffbar ist. Werden Überstunden zum Dauerzustand, handelt es sich um einen maskierten Personalbedarf, der auf dem Rücken der Mitarbeiter schön "billig" ausgesessen wird. Insbesondere wenn - wie es bei mir der Fall war - WEDER eine Bezahlung der Überstunden stattfand NOCH Gleitzeitstunden dafür angerechnet wurden.
      Und ich fände, daß Eure "Verfügungszeit" oder Vorbereitungszeit eigentlich in Eure Arbeitszeit gehört und dementsprechend auch zu entlohnen ist. Ähnliches gibt es ja auch in anderen Berufen. Doppelt unverschämt finde ich, daß Ihr nicht nur in Eurer Freizeit Berufliches erledigen müßt, sondern auch noch eher mies bezahlt werdet (wie viele andere Berufe auch). Die unser Geld verwalten (Banker), und uns meist auch noch schlecht beraten (ich hab nen Insider in meiner Verwandtschaft....) bekommenb ein Vielfaches mehr an Gehalt, als die, die sich um unser wertvollstes kümmern: unsere Kinder, unsere Alten, unsere Gesundheit. Ich finde das unmöglich. Aber wie ändern? Geld regiert die Welt! *seufz*
      Ich bin SEHR FROH, daß es trotzdem immer noch Menschen gibt, die sich wie Du diesen schweren Aufgaben stellen! Danke dafür!
      Liebe Grüße
      Anka

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    3. Liebe Anka,

      ich *seufze* mit dir ...

      Vor ein paar Wochen habe ich einen Vortrag gehört, dass unsere Gesellschaft das Umdenken anfängt.
      So Stimmen wie unsere werden immer lauter.
      Es muss wieder eine Umverteilung des Vermögens her.
      Wie das zu schaffen ist? Keine Ahnung.

      Ich nehme sehr gerne deinen *Dank* an.
      Obwohl ich für mich nicht empfinde, dass ich da nichts besonderes für die Gesellschaft mache.
      Mir hat der Beruf schon immer Spaß gemacht, da ich die Arbeit mit den Menschen liebe.

      Danke für deine so *offene* Kommentare.
      Herzliche Grüße

      Jutta

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  4. Sehr gut hast du über unseren Beruf und das Leid und die Freude geschrieben. Auch ich bin Erzieherin und schlafe zur Zeit auch im Büro der Einrichtung. Jedoch haben wir genug Leute, dass dieser Nachtdienst nur ein paar Mal im Monat auf dem Plan steht. Ich habe über 10 Jahre in einer Leitungsposition gearbeitet und habe mich entschieden eine neue Funktion zu suchen. Heute kann ich sagen, dass meine Life/Workbalance so gut war wie noch nie. Es war der beste Entscheid, den Mut zu haben eine Stelle zu suchen, welche ermöglicht alles unter Dach und Fach zu bringen. Von herzen einen gemütlichen Abend wünsche ich dir.
    Liebe Grüsse
    Kuhmagda

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    1. Liebe "Kuhmgda",

      genau das ist das Tolle an unserem Beruf.
      Für jede Lebenssituation gibt es die richtige Arbeitsmöglichkeit.
      Und wer die Richtige für sich hat, der ist glücklich!

      Überhaupt glaube ich, dass man in vielen Berufen gut arbeiten kann, auf der sachlichen Ebene, auch wenn man nicht glücklich ist.
      Im pädagogischen Bereich klappt das NICHT!

      Schön, dass du für dich die richtige Stelle hast.
      Das macht sicherlich vielen anderen auch Mut.

      Herzliche Grüße
      Jutta

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