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Landküche - kochen wie früher mit den einfachen Dingen die wir haben



Vor wenigen Wochen stellte ich euch hier das Buch Mamusia von Olia Hercules vor.

Aus dem Buch habe ich die unfassbaren köstlichen Ukrainischen Biscotti gebacken.



Der Verlag DK-Verlag schickte mir daraufhin ein weiteres Buch der Köchin Olia Hercules, das schlicht „Landküche“ heißt.

In dem Buch sind traditionelle Rezepte und Geschichten über die Ukraine.

Ein Land, dass wir alle aktuell aus dem Fernsehen kennen. 

Ein Land das böswillig von Putin zerstört wird.

Ein Land, dass mich an Deutschland erinnert wie ich ein kleines Mädchen war.


Liebevoll sehe ich mir die Fotos in Buch an.

Vieles erinnert mich an die Küchen meiner Mutter und Verwandten.








Ich bin 1964 geboren.

Meine Eltern hatten nicht viel. 

So kochte meine Mutter noch bis ich 6 Jahre alt war in unserer ersten Wohnung auf einem Kohlenherd in der Küche.

Ehrfurchtsvoll kann ich mich daran erinnern wie sie mit dem Schürhaken die einzelnen Ringe der Kochplatte entfernte.


Eine weitere Erinnerung führt mich in das Erzgebirge zu meiner Oma.

Was war das für eine Aufregung über die damalige Grenze zu fahren und dort Urlaub machen zu dürfen.

Es war ein Leben wie in Bullerbü.

Natur, Kinderlachen und gutes Essen.

Am liebsten aß ich das eingeweckten Blaubeerenkompott von meiner Oma.

Die Blaubeeren oder Heidelbeeren wie sie manche von euch nennen, wurden dafür von der ganzen Familie im angrenzenden Wald gepflückt.


Heute mit 68 Jahren bin ich froh gelernt zu haben mit den einfachen Dingen zufrieden zu sein und mir selber helfen zu können.


Kochen, Backen, Stricken, Reparieren, Geld verdienen … ich weiß wieviel Mühe in jeder Tätigkeit steckt.



Genauso schätze ich auch die Dinge, die andere selbstgemacht haben, wie das Glas Blaubeerenmarmelade von meiner Cousine Heike.

Sie hat die Blaubeeren in Norwegen gepflückt und als Marmelade verarbeitet. 

Als sie uns besuchen kam, brachte sie uns ein Glas Blaubeeremarmelade mit.






Da es aktuell keine Heidelbeerzeit ist, habe ich für das Rezept der Heidelbeer-Dampfnudeln einfach die Marmelade verwendet.


Der Hefeteig klappte auf Anhieb super.

Ich entschied mich statt 15 kleine Dampfnudeln 8 große zu machen.

Drei Stück machte ich in meinem Topf mit Siebeinsatz von Silit, mit dem ich schon viele Jahre sehr zufrieden bin.

Die anderen fünf Stück habe ich einfach mit etwas Milch und Butter im Backofen gebacken.

Beide Varianten sind mir gut geglückt.




Das Schöne an den Kochbüchern von Olia Hercules ist, dass sie immer wieder dazu anregt eigene Varianten auszuprobieren.

Das Kochbuch soll eine Inspiration sein.

Man soll nicht fest an den Zutaten kleben.

Wer keine Knoblauch mag, lässt ihn einfach weg.

Verarbeitet soll das werden, was gerade vorhanden ist.

So wie ich es gemacht habe.

Warum soll ich jetzt teure, vermutlich geschmacklose Heidelbeeren kaufen? Wenn ich doch so köstliche Marmelade da habe?


Nächste Woche koche ich selber Marmelade…

Eine gaaaaanz besondere, die sich super als Last-Minute Weihnachtsgeschenk eignet.

Denn über ein Glas Marmelade als Geschenk, freue sicherlich nicht nur ich mich …


Bis bald 

Eure Jutta 


HIER ist noch der Link zu den Ukrainischen Biscotti für alle die nach einem schnellen, einfachen und nussigen Plätzchenrezept suchen … Einfach auf das Wort HIER klicken …

Kommentare

  1. Liebe Jutta,
    das klingt ja alles vielleicht köstlich und ist alles genau in meinem Sinne. Meine Mama hatte bis zuletzt einen Holzherd, so was gibts sogar mit Glasceranfeld darüber, wirklich toll - es gibt den Herd noch, aber ich weiß nicht, wo ich ihn bei mir stellen soll. Heidelbeer-Dampfnudeln, das sind zwei Begriffe, die ich liebe, das werd ich mir mal gleich pinnen und das Kochbuch noch weiter unter die Lupe nehmen.
    Auf deine Marmelade bin ich schon sehr gespannt !
    So liebe Grüße
    Gabi

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    Antworten
    1. Liebe Gabi,
      gerade habe ich den Post für den kommenden Sonntag vorbereitet - ich glaube du wirst begeistert sein ...
      Die Marmelade ist sooooo einfach und schnell zu kochen und schmeckt unglaublich gut.
      Und die Fotos sprechen "Bände" ...

      Übrigens bin ich sehr froh, dass wir Feuer im Kamin gemütlich anschauen können
      und nicht mühevoll damit kochen müssen ...

      Bis bald ... herzliche Grüße
      Jutta

      Löschen

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