Vor vier Jahren habe ich DIESEN Beitrag geschrieben. Damals wurde politisch über ein 365-Euro-Jahresticket diskutiert. Ehrlich gesagt: Schon diese Summe konnte ich mir damals kaum vorstellen.
Heute, fast genau vier Jahre später, zahle ich für mein Deutschlandticket monatlich 63 Euro. Das sind 756 Euro im Jahr – also mehr als doppelt so viel wie damals diskutiert wurde.
Und trotzdem würde ich nicht mehr zurückwollen.
Nicht nur, weil die Spritpreise in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind. Sondern auch, weil ich inzwischen erkannt habe, dass Mobilität mehr ist als die reine Frage nach den Kosten.
Während der Fahrt kann ich in Ruhe meine Nachrichten auf dem Smartphone lesen und beantworten. Ich kann E-Mails bearbeiten, Termine planen oder einfach einen Moment abschalten.
Dazu kommt ein angenehmer Nebeneffekt für meine Gesundheit: Ich bekomme deutlich leichter meine täglichen 10.000 Schritte und die dazugehörigen Kardiopunkte zusammen. Die Wege zur Haltestelle, das Umsteigen und die kleinen Strecken zwischendurch summieren sich über den Tag ganz automatisch.
Das führt wiederum dazu, dass ich mein schönes Zuhause am Abend viel entspannter genießen kann. Ich muss nicht mehr nach dem Essen noch einmal losziehen, weil auf der Uhr erst 6.000 Schritte stehen und ich krampfhaft versuche, mein Tagesziel zu erreichen.
Gerade jetzt im Sommer kommt noch ein weiterer Vorteil hinzu.
Ich kann direkt nach der Arbeit in die S-Bahn steigen und zu unserem Campingplatz fahren. Dort noch eine Runde schwimmen, anschließend in Ruhe zu Abend essen, den Sommerabend genießen und später wieder nach Hause fahren.
Ohne Parkplatzsuche. Ohne zusätzliche Spritkosten. Ohne darüber nachzudenken, ob sich die Fahrt „lohnt“.
Das ist für mich der eigentliche Wert von Mobilität: Freiheit.
Und genau deshalb finde ich die Frage spannend, wenn wir über Geld sprechen.
756 Euro im Jahr sind viel Geld. Keine Frage.
Aber manchmal ist nicht die wichtigste Frage, was etwas kostet.
Sondern welchen Nutzen es jeden einzelnen Tag stiftet.
Darum „Lasst uns über Geld reden“:
Welche Ausgabe wirkt auf den ersten Blick teuer, bringt euch aber im Alltag einen deutlich höheren Gegenwert?
Ich bin gespannt was ihr zu meinem heutigen Beitrag zu sagen habt.
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Bis bald eure Jutta



Hallo Jutta,
AntwortenLöschenich bin schon seit 1982 Nutzerin des öffentlichen Nah-u. Fernverkehrs.
Bevor das Deutschlandticket eingeführt wurde, hatten wir ein Abo Ticket, welches nur in Leverkusen galt, es war übertragbar und am Wochenende und ab 19:00 Uhr konnte man jemanden mitnehmen, dieses kostete 78, 00 €.
Da wir kein Auto besitzen, kenne ich keine Tankkosten oder sonstiges was so an Kosten anfallen.
Wir bezahlen nun mehr, da wir 2 Deutschlandticket haben, aber haben ja auch viel mehr davon.
Wußtet du, daß diese 10.000 Schritte eine Werbemaßnahme der Japaner war?https://www.upday.com/de/news/10000-schritte-taglich-japanischer-marketing-trick-aus-1964-verschwendet-ihre-zeit/r48tmeh
Bewegung ist wichtig ja, aber im Rahmen was man selbst schafft, ohne Zwang und ich muss ja noch.
Einen schönen Sonntag.
L.G.
Hannelore
Ohne Auto, kann ich mir tatsächlich nicht vorstellen, liebe Hannelore. Ich benutze mein Auto aktuell auch nur einmal in der Woche.
LöschenWenn es mal so alt ist, dass es verschrottet werden muss, würde ich auf Care-Sharing umsteigen.
Denn ab und zu ist es schon praktisch mit dem Auto etwas zu organisieren.
Das die 10000 Schritte eigentlich eine Marketingidee waren, weiß ich.
Wenn ich 1 - 2 mal die Woche knapp davor scheitere ist mir das dann auch egal.
Für mich ist es wichtig mich zu bewegen. Ich merke, dass ich dann viel ausgeglichener bin.
Die 10000 Schritte sind eine gute Orientierung für mich.
Dir auch einen wunderschönen Sonntag
Wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten einem mit diesem Ticket gegeben sind, sind 63€ für den Monat nicht viel.
AntwortenLöschenNur die Fahrt nach Stuttgart und zurück (20 Minuten Fahrzeit) kostet schon 11,80€.
Mit dem Auto in die Stadt zu fahren wird auch nicht viel günstiger und ist mir zudem zu stressig.
Ich denke, grundsätzlich haben beide Fortbewegungsmöglichkeiten Vor-und Nachteile. Es kommt natürlich auch immer an die Anbindung an. Diese lässt mancherorts leider sehr zu wünschen übrig.
Dass du sogar zum Campingplatz mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangst, ist einfach toll.
Liebe Grüße von
Heike
Liebe Heike,
Löschendas sehe ich genau so wie du.
Beides hat seine Vorteile.
Die der öffentlichen Verkehrsmittel habe ich gerade in den letzten zwei Jahren für mich entdeckt.
Darum hat mich die Teuerung der Treibstoffe auch nicht so getroffen.
Anstelle einmal im
Monat zu tanken, reicht es mir jetzt auch alle zwei Monate den Tank voll zu machen.
Das sind gut 50 € pro Monat Ersparnis ❤️💃🏼
Jederzeit wenn bei uns die Anbindung besser wäre und die DB zuverlässiger. Für Stuttgart muss ich zweimal umsteigen und für München brauch ich dazwischen einen ICE und auch sonst bei uns die Öffis nicht gerade zielführend. Schade.
AntwortenLöschenAber bei Dir lohn es sich ja direkt.
Liebe Grüße
Ursula
Liebe Ursula,
LöschenAlso mein Bus am Morgen fährt 99,9 % super pünktlich.
Tatsächlich sogar manchmal 3 Minuten zu früh!
Dass muss man wissen!
Der Busfahrer ist super nett und wartet sogar, wenn ich zu knapp komme.
Bei der S-Bahn sieht das anders aus. Hier gibt es tatsächlich gerade am späteren Nachmittag oft Verspätungen.
Diese stören mich meistens nicht, weil ich 2 unterschiedliche Linien benutzen kann.
5 Minuten verspätet aber entspannt anzukommen sind okay.
An denn Campingplatz fährt aber nur eine Linie. Mal sehen ob mich das auf Dauer nervt.
Herzliche Grüße
Sodele, nun gebe ich auch noch meinen Senf dazu
AntwortenLöschenIch bin schon früher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit gefahren. Vor vielen Jahren konnte man hier ja ein Monatsticket kaufen. Dann konnte man von den Behörden ein sog. Jahresticket kaufen. Das war günstiger, weil die Behörden hier den Rabatt ungeschmälert an ihre Mitarbeiter gegeben hat. Das waren dann so 1.000 Euro im Jahr, ist ne Menge Geld auf einmal. Aber gegen später konnte man sich auch für monatliche Zahlungen entscheiden.
Dann habe ich ja aufgehört zu arbeiten, die Rente kam und hier habe ich mir immer wieder ein Ticket für den Zug oder ein sog. Streifenkärtchen für die öffentlichen gekauft.
Ich bin hier nicht soviel mit Rad und Zug gefahren, aber manchmal schon. Dann kam das 9 Euro Ticket und das fand ich prima und hier habe ich das voll ausgenutzt.
Inzwischen habe ich ja das Deutschlandticket und wenn ich sehe, dass ich sogar von hier aus mit dem Zug nach Erfurt fahren kann und das ganz schnell geht, wenn man eine gute Verbindung hat, dann ist das doch klasse.
Allerdings nimmt es schon überhand, die Züge sind berstend voll auch mit Rädern. Deshalb fahr ich werktags immer in der Früh vor 9.00 Uhr, da zahle ich eben mit dem Deutschlandticket für das Rad 7,50 Euro. Das macht mir nix aus, hast du kein Deutschlandticket kostet das Rad dann nix. Ab 9.00 Uhr wird es dann sehr voll.
Ich habe schon die tollsten Sachen erlebt und neulich mußte ich in Lauda auch mein Rad hochtragen, 28 Kilo, aber ich weiß, wie ich das machen muß und gut ist.
Man erlebt vieles in den Bahnen usw. von netten Menschen bis zu Leuten, die ihr ganzes Leben nicht in den Griff bekommen und ein Gesicht machen, als hätten sie Spinnen gefressen.
Zudem ich fahre Rad und Zug und spare jede Menge CO2 ein, das ist auch nicht schlecht, insbesondere sollten sich die das mal die zu Herzen nehmen, die immer vom Umweltschutz schreiben oder reden und alles mit dem Auto fahren.
Ist für mich nicht glaubwürdig, man kommt überall mit den öffentlichen hin. Dann muß man seinen dicken Hintern halt bewegen und mehr laufen.
Übrigens in Bayern kostet das Rad egal zu welcher Uhrzeit immer 7,50 Euro, das finde ich nicht schlecht und könnte die Bahn auch in Baden-Württ. einführen.
Sodele nun Bahn frei und weiter schönes Radeln.
Grüße Eva.
Liebe Eva,
Löschenja … man kommt überall mit dem Rad hin. Aber manchmal ist es auch eine Frage der Zeit.
Darum bin ja da etwas gnädiger denen gegenüber, die evtl. nicht die Zeit haben.
Mein Kollege kam mit dem Fahrrad in die Arbeit, weil seine S-Bahn in den Ferien durch Baumaßnahmen anders getaktet waren.
Super Idee.
Doch ich brauche 45 Minuten länger als er!
Das sind einfach 90 Minuten!
Plus Arbeitszeit und Arbeitspause wäre ich 11 Stunden außer Haus. Da bleibt dann kaum noch was an Zeit für Haushalt, Besorgungen und ähnlichem.
Da lobe ich mir dann doch die Öffis bzw. auch mal das Auto.
Zur Rushhour finde ich es schwierig, wenn Fahrräder in die Öffentlichen mitgenommen werden. Die Meisten brauchen einfach zu viel Platz. Manchmal steht man schon sehr eingezwängt!
Grüße Jutta
Liebe Jutta,
Löschenes gibt auch in den S-Bahnen spezielle ausgewiesene Plätze für Räder und auch für Rollstühle und Kinderwägen.
ABER, die Leute setzen sich hier auch hin, obwohl sie hier nichts verloren habe.
Die S-Bahn oder der Zug sind manchmal leer und denn hocken die Leute auf den Radplätzen ist halt bequem. Aber keine Sorge, ich bin da schon so, dass ich frage, ob ich mein Rad hinstellen darf, reagieren sie nicht, ja dann reagiere ich schon speziell.
Man kann sich ja hinsetzen, wenn keine Räder kommen.
Es gibt halt auch Leute, die müssen mit den Rädern und der S-Bahn oder dem Zug fahren.
Also, ich bin jahrelang in das Büro mit der S-Bahn gefahren, aber die Zeit für Erledigungen usw. hatte ich immer und ich habe dann meine Wohnung auch in Ordnung gebracht.
Naja, wenn man überlegt, wieviel Zeit man am PC verplemter oder am Handy. Das ist genauso, wenn einer schreibt, er hat soooo viel Arbeit, in der Zeit in der er das schreibt, hätte er was geschafft.
Es ist halt alles eine Frage der Einstellung, übrigens, ich muß nur alle 3 Monate tanken, wenn überhaupt. Ich fahre nur zum Einkaufen und wieder heim, alles andere erledige ich mit Bus und Bahn und wenns Auto dann mal kaputt ist, steige ich auch auf Carshearing um. Den Parkplatz habe ich direkt vor dem Haus, also kein Problem, aber billig ist das auch nicht.
Lieben Gruß Eva
Vielen Dank, Eva für den Hinweis, dass es spezielle Plätze für die Fahrradmitnahme gibt.
LöschenLeider achtet da nicht jeder darauf bzw. sind manchmal auch zu wenige für den tatsächlichen Bedarf vorhanden.
Außerdem weiß ich schon dass ich zu der seltenen „Spezies“ Vollzeitbeschäftigte gehöre. Aber mit 39 Stunden in der Woche ist das halt nun mal so, dass ich von Montag - Freitag keine großen Spielräume habe.