Zum Studienabschluss haben wir unserem Sohn eine Blindbooking-Reise mit uns geschenkt.
Das Prinzip ist einfach:
Über Blookery haben wir Reisedatum und Budget festgelegt und die Städte ausgeschlossen, in die wir nicht reisen wollten.
Den Rest haben wir aus der Hand gegeben.
Und so wussten wir tatsächlich bis zum Countdown nicht, wohin es gehen würde. Beim Brunch damals im Maximilianeum überreichten wir unser Geschenk in Form einer Mail und dem Link zum Countdown an unseren Sohn.
Toulouse wird „La Ville Rose“ - die rosafarbene Stadt genannt. Und tatsächlich fällt die besondere Farbe sofort auf. Viele Gebäude sind aus den typischen rosafarbenen Ziegeln gebrannt. Besonders am späten Nachmittag, wenn die Sonne auf die Fassaden scheint, bekommt die Stadt eine wunderschöne, warme Atmosphäre.
Wir haben Toulouse hauptsächlich zu Fuß erkundet. Eine fast Verkehrsfreie Innenstadt, kleine Straßen und schöne Plätze.
Ein absolutes Highlight war für uns gleich am ersten Tag, der Ausflug nach Carcassonne.
Ganz unkompliziert ging es mit dem Zug dorthin. Natürlich ist die mittelalterliche Cité touristisch, aber trotzdem beeindruckend.
Die mächtigen Mauern, Türme und kleinen Gassen wirken fast wie eine Filmkulisse.
Wir sind einfach durch die Cité gebummelt und haben die Aussicht genossen.
Unser zweiter Ausflug führte uns nach Montauban. Mit demselben Zugticket, das wir am Vortag für 20 Euro pro Erwachsenen gekauft hatten, denn es war 2 Tage lang gültig.
Für Reisende bis 26 Jahre kostet jede Bahnfahrt übrigens nur 1 Euro. Davon profitierte unser Sohn.
Montauban hat uns gerade deshalb gefallen, weil es deutlich ruhiger als Carcassonne ist. Ein wunderschöner Hauptplatz, historische Gebäude, kleine Geschäfte und französisches Alltagsleben.
Hier fühlte es sich weniger nach Touristenkulisse und mehr nach echtem Frankreich an.
Tolles Essen gab es natürlich auch in Frankreich. „Le Cabanon“ in Toulouse ist direkt neben der Markthalle.
Dort haben wir uns mit tollen Fischgerichten verwöhnen lassen.
Falls jemand in Toulouse noch einen Restaurant-Tipp braucht, dass „Aux Pieds Sous la Table“ ist auch toll.
Eine kreative, saisonale Küche, ein schönes Ambiente und Gerichte, die immer wieder überraschen. Keine endlose Speisekarte, sondern eine Küche, die sich an den Produkten der Saison orientiert.
Ausgefallene Cocktails haben wir im Fat Cat probiert.
Zwei Orte die wir kulturell in Toulouse besucht haben ist als Erstes die „Halle de la Machine“.
Schon beim Betreten merkt man: Das hier ist kein gewöhnliches Museum.
In der riesigen Halle begegnet man gigantischen mechanischen Wesen, fantasievollen Maschinen und skurrilen Figuren. Die sogenannten „Machinistes“ setzen die Konstruktionen in Bewegung und plötzlich wird aus einer Maschine zum Beispiel ein lebendiges Wesen.
Die Cité de l’Espace, die großen Erlebniswelt rund um Raumfahrt und Weltraum, war unser Zweites Ziel.
Hier wird Raumfahrt nicht einfach hinter Glas ausgestellt, sondern erlebbar gemacht: Originalgetreue Raumfahrzeuge und Modelle, Einblicke in das Leben von Astronauten, spannende Ausstellungen und jede Menge Informationen über Planeten, Raketen und die Erforschung des Universums.
Aber auch bei uns lief nicht alles glatt im Urlaub. In Carcassonne übersah ich eine Treppe im Gewühl und viel hin.
Vielleicht vor Schreck und Hitze viel ich dabei in Ohnmacht. Zum Glück ist mir außer ein aufgekratztes Knie nicht viel mehr passiert.
Zwei Tage später dann der nächste Schreckmoment …
Mein Mann hat sein Handy im „Uber“ liegen lassen.
Unser Hotel „Le Grand Balkon“ half uns super toll nachdem wir nach geraumer Zeit endlich den Kontakt zum Fahrer herstellen konnten.
Unser Fazit von Toulouse und seiner Umgebung:
Südfrankreich kann mehr als Meer und wir würden gerne wiederkommen.
Bis bald eure Jutta





















Hallo und guten Morgen Jutta,
AntwortenLöschenSüdfrankreich ist überall schön. Ich mag z.B. Marseille und da ich ja an Architektur interessiert bin habe ich mir dort die Wohnmaschine von Le Corbusier angeschaut. Etwas im Zeichen des Brutalismus.
Aber die zwei Herrschaften im Bild an der Wand, die finde ich auch gut.
Die Bilder zeigen den französischen Flugpionier und Autor Jean Mermoz, der leider 1936 im Atlantik mit seiner Besatzung verschollen ist.
Es ging ihm wie Saint-Exupery.
Südfrankreich hat schon etwas.
Liebe Grüße Eva
Und auch im Bild vorne der Verpan 430 von Verner Panton. Toll!
Was vergessen:
AntwortenLöschenÜbrigens Toulouse-Lautrec war ein Feinschmecker, er mochte gefüllte Tauben und mixte Getränke, die selbst die hartgesottensten Alkoholiker aus den Latschen kippen ließ.
So steht es in seiner Biografie, das Kochbuch kannst du hier kaufen.
https://www.amazon.de/Die-Kunst-Kochens-Henri-Toulouse-Lautrec/dp/B0000BTT43
Grüße Eva