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Istanbul – eine Reise die mir am Herzen lag


Der Grund, warum ich unbedingt einmal nach Istanbul wollte, war mein Vater Dieter Kraus. Er war 1961 dort gewesen. Und nun, 65 Jahre später, sollte ich selbst diese faszinierende Stadt besuchen.


Als wir vor über 18 Monaten unsere AIDA-Reise buchten, war mir überhaupt nicht bewusst, dass ich mich genau 65 Jahre nach meinem Vater und sogar zum gleichen Zeitpunkt in Istanbul aufhalten würde. 
Erst später wurde mir diese besondere Verbindung bewusst. 
Was für ein Zufall!




Diesen alten Zeitungsausschnitt habe ich vor vielen Jahren abfotografiert. 

Er stammt vom 14. Oktober 1961, und zeigt meinen Vater bei seiner Fahrt nach Istanbul.


Die Bildunterschrift erzählt von einer ganz besonderen Reise: Fred Böhm, Verwaltungsratsmitglied des 1. FC Nürnberg, startete gemeinsam mit Gerhard Keidel (in der Schreinerei hat mein Vater seine Ausbildung gemacht), Dieter Kraus (mein Vater) und dem Türken Zeki Reketli (erster Spieler aus der Türkei beim 1. FCN) zu einer Fahrt nach Istanbul. Die 2.200 Kilometer wollten sie in rund 36 Stunden bewältigen.


Was für ein Abenteuer das damals gewesen sein muss! Ohne Navigationsgerät, ohne Smartphone und ohne die vielen technischen Helfer, die für uns heute selbstverständlich sind.


Wenn ich mir das Foto anschaue, frage ich mich, wie Istanbul damals wohl ausgesehen hat. Wie waren die Straßen, wie das Leben zwischen den Häusern, und wie hat sich die Stadt angefühlt, die schon damals zwei Kontinente miteinander verband?






Mein Vater war immer begeistert von der Gastfreundschaft der Menschen, die er dort erlebt hatte. Diese Erinnerung ist mir geblieben. Leider ist er vor über 20 Jahren verstorben, und so kann ich ihn heute nicht mehr fragen, was er damals alles gesehen und erlebt hat. 

Welche Orte haben ihn besonders beeindruckt? 
Wo hat er gegessen? 
Welche Begegnungen sind ihm in Erinnerung geblieben?







Natürlich standen einige der berühmtesten Sehenswürdigkeiten auf unserem Programm in Istanbul. 

Wir besuchten den Topkapi-Palast, die Blaue Moschee und die Hagia Sophia. 
Auch die imposanten Zisternen haben wir uns angesehen.







Istanbul ist eine Stadt voller Geschichte, voller Gegensätze und voller Leben. 
Überall gibt es etwas zu entdecken, und hinter jeder Ecke scheint schon die nächste Sehenswürdigkeit zu warten. Zwischen prachtvollen Bauwerken, geschäftigen Straßen und den vielen Eindrücken kann man sich kaum sattsehen.


Und während ich durch diese Stadt unterwegs war, musste ich immer wieder an meinen Vater denken. 
Vielleicht ist er damals durch ähnliche Straßen gefahren. Vielleicht hat er an manchen Stellen gestanden, an denen auch ich heute war. 





Leider hatte ich nur ein einhalb Tage Zeit für Istanbul. 

Viel zu kurz, wie ich schnell feststellen musste! 
Diese Stadt hätte noch so viel mehr zu bieten gehabt. Ich hätte gerne länger verweilt, weitere Ecken entdeckt und mich einfach treiben lassen.


Aber vielleicht ist das auch das Schöne an einer solchen Reise: Man nimmt nicht nur Erinnerungen mit nach Hause, sondern auch den Wunsch, irgendwann wiederzukommen.






Wenn ich heute auf diese Tage zurückblicke, denke ich nicht nur an die beeindruckenden Bauwerke und die vielen Sehenswürdigkeiten. Ich denke vor allem an meinen Vater und daran, wie sich unsere Wege auf diese besondere Weise gekreuzt haben … wenn auch mit 65 Jahren Abstand.


Schade, dass ich ihm nicht mehr erzählen kann, wie mir Istanbul gefallen hat. Ich hätte zu gerne gewusst, ob er die Stadt noch genauso in Erinnerung hatte, wie ich sie nun kennenlernen durfte.

Und vielleicht hätte er mir noch viele Geschichten von seiner damaligen Reise erzählt.


So bleibt mir dieser alte Zeitungsausschnitt, der inzwischen für mich viel mehr ist als ein Stück Papier. Er ist eine schöne Erinnerung an meinen Vater und der Ausgangspunkt für eine Reise, die mir ganz besonders am Herzen lag.


Bis bald, Eure Jutta

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